Veranstaltungsreihe „Gesichert rechtsextrem – die AfD und die rechtsradikale Szene in der Region“

Pressemitteilung vom 14. Januar 2026

Veranstaltungsreihe „Gesichert rechtsextrem – die AfD und die rechtsradikale Szene in der Region“

  • Vortrag und Diskussion: Zwischen 20. und 29. Januar 2026 macht das Rechercheteam Station in Konstanz, Stockach, Singen, Gaienhofen, Tengen und Radolfzell.
  • Erste Veröffentlichung aus der Recherche über den Identitären Dominik Böhler im AfD-Kreisvorstand beschäftigt die Führungsgremien der Landespartei und führt zum Parteiaustritt.

Über ein halbes Jahr haben Jürgen Weber und Wolfgang Moßmann vom Rechercheteam des Bündnisses „Konstanz für Demokratie – klare Kante gegen rechts“ die AfD im Kreis Konstanz unter die Lupe genommen.

„Wir haben Pressemitteilungen ausgewertet, Aktivitäten der rechtsextremen Szene in der Region und die AfD-Kreistagsfraktion beobachtet, mit anderen Journalist:innen und Sicherheitsbehörden gesprochen und viel im Netz recherchiert“, so Jürgen Weber vom Rechercheteam des Bündnisses „Konstanz für Demokratie“.

Was zutage, kam sei erschreckend, so Weber. „Die Grenzen zwischen rechtsradikalen Organisationen und dem AfD-Kreisverband sind nicht nur fließend, es gibt sie in vielen Bereichen nicht.“

Weber hat sich mit dem AfD-Kreisverband seit seiner Gründung beschäftigt und sieht von Wolfgang Gedeon bis Bernhard Eisenhut eine Kontinuität extremer Ansichten. Darüber hinaus tobe in der Partei ein Richtungsstreit, der sie immer weiter nach rechts führe. Mitglieder mit Parteiämtern und Mandaten seien zudem wegen schwerer Straftaten verurteilt, so die Erkenntnisse des Bündnisses.

Wolfgang Moßmann hat sich mit den Aktivitäten der rechtsradikalen Szene von Identitären über „Der Dritte Weg“ bis zur Schweizer „Jungen Tat“ beschäftigt. Die radikale und gewaltbereite Rechte ist über die Landesgrenzen in die Schweiz und bis nach Wien vernetzt. Die radikalen Gruppen sind unmittelbar in der Region präsent und aktiv.

Jürgen Weber und Wolfgang Moßmann werden ab 20. Januar 2026 im ganzen Landkreis über ihre Rechercheergebnisse informieren. Das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ kooperiert dabei mit den Demokratie-Bündnissen in Singen, Radolfzell, Stockach und auf der Höri sowie mit dem Schloß Blumenfeld und der „ZellerKultur“ als weitere Veranstalter.

Veranstaltungstermine:

  • Konstanz, Dienstag, 20. Januar, 19 Uhr, Astoriasaal, Katzgasse 5
  • Stockach, Donnerstag, 22. Januar, 19 Uhr, vhs, Raum 01, Hauptstraße 1
  • Singen, Freitag, 23. Januar, 19 Uhr, vhs, Raum E.6, Theodor-Hanloser-Straße 19
  • Tengen, Sonntag, 25. Januar, 18 Uhr, Schloss Blumenfeld, Vortragsraum, Schlossstraße 10
  • Radolfzell, Donnerstag, 29. Januar, 20 Uhr, Theater Zeller Kultur, Fürstenbergstrasse 7

Eine erste Veröffentlichung aus der Recherche als Pressemitteilung des Bündnisses vom 7. Januar 2026 über den Identitären Dominik Böhler im AfD-Kreisvorstand setzte die Partei in den letzten Tagen bereits unter Druck.

Veröffentlichung aus der Recherche führt zu Parteiaustritt des rechtsextremen Mitglieds des AFD-Kreisvorstands Dominik Böhler aus der AfD.

Laut einer Meldung des SWR beschäftigten sich nach der Veröffentlichung die AfD-Führungsgremien im Land mit dem Fall. Der Konstanzer AfD-Kreisvorstand sei verantwortlich für die Aufnahme und Wahl des Rechtsextremisten Dominik Böhler im Stadtverband Konstanz und als Mitglied des Kreisvorstandes. Ob dies Konsequenzen für die Kreisvorsitzenden Steffen Jahnke und Bernhard Eisenhut hat, ist momentan noch unklar.

Gegen den Landtagsabgeordneten Bernhard Eisenhut (Singen) läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wegen Volksverhetzung.

Laut SWR ist Dominik Böhler am Dienstagabend (13. Januar 2026) aus der Partei ausgetreten.

Unter der Verantwortung des Konstanzer Filmemachers und Journalisten Jürgen Weber wird das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ noch im Januar einen ersten Teil der Recherche als Magazin „Gesichert rechtsextrem – die AfD und ihre rechtsradikalen Netzwerke in der Region“ veröffentlichen.

Die Veröffentlichung wird den Medien vorab wieder mitgeteilt.

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