Am 2. Oktober 2026 findet in Baden-Württemberg die zweite „Lange Nacht der Demokratie“ statt, an der sich viele Städte und Gemeinden im Land beteiligen. Das Bündnis Konstanz für Demokratie – Klare Kante gegen rechts, organisiert einen Rundgang in der Altstadt zu zehn Stationen, an denen in der Vergangenheit demokratische Initiativen entstanden sind oder wieder zerstört wurden. Zu Orten, an denen Demokratie heute gelebt wird, aber auch zu solchen, deren Freiheit in Zukunft gefährdet sein könnte. Alle Stationen lassen sich als Rundgang oder einzeln besuchen.
Zur Einstimmung spielen Musiker*innen der Bodensee Philharmonie Konstanz am Sankt-Stephans-Platz. Die Veranstaltung flankiert eine Theaterszene, die die OMAS GEGEN RECHTS um 15, 16:30 und 18 Uhr auf dem Münsterplatz zeigen. Außerdem führt das Theater Konstanz an diesem Abend um 20 Uhr das Stück „Verbranntes Land. Eine radikal-zärtliche Widerstandslovestory“ auf. (https://theaterkonstanz.de/programm/stueckeseiten/stueckeseiten+2026_27/verbranntes+land)
Aktionen zur „Langen Nacht der Demokratie“ im Landkreis Konstanz gibt es außerdem vom Bündnis Demokratwiel Singen, Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie, Demokratie Raum Stockach, Bündnis Demokratie stärken Rielasingen-Worblingen-Arlen, Höri gemeinsam für Demokratie (https://www.langenachtderdemokratie-bw.de/veranstaltungen).
Programm des Rundgangs „Demokratie in Konstanz. Gestern – heute– morgen“
Station 1: Bürgersaal am Hecker-Relief, Sankt-Stephans-Platz 17, 15:00 Uhr
In einem kurzen Überblick zeigt Marcus Göbeler (Bündnis Konstanz für Demokratie) die Geschichte unserer Demokratie auf.
Station 2: Obermarkt, 15:20 Uhr
Über Gewerkschaften, Versammlungsfreiheit und die demokratischen Möglichkeiten von Streiks und Demos informiert Pit Wuhrer (ver.di).
Station 3: Ratssaal, Rathaus, Kanzleistraße 13-15, 15:35 Uhr
Wie lebendige Demokratie und zivilgesellschaftliche Beteiligung auf lokaler Ebene funktionieren, zeigt Martin Schröpel (Amt für Stadtgesellschaft und Kommunikation).
Station 4: Rathausinnenhof, Kanzleistraße 13-15, 15:50 Uhr
Julika Funk (Chancengleichheitsstelle Stadt Konstanz) spricht darüber, wie sich die Frauen ihr Wahlrecht erkämpften und warum es wichtig ist, dass Frauen in die Politik gehen.
Station 5: Gedenkobelisk, Ecke Bahnhofstraße / Sigismundstraße, 16:15 Uhr
Der Obelisk erinnert an 112 Juden und Jüdinnen, die 1940 aus Konstanz nach Gurs deportiert wurden. Petra Quintini (Stolpersteine Konstanz) berichtet über die Auslöschung der jüdischen Gemeinde von Konstanz in der NS-Zeit.
Station 6: Gedenkstele, Marktstätte 22, 16:35 Uhr
Es konnte alle treffen: Vor dem ehemaligen Gesundheitsamt berichtet Roland Didra (Stolpersteine Konstanz) über die Opfer von Zwangssterilisationen und „Euthanasie“-Morden in der NS-Zeit.
Station 7: Fischmarkt 5 (ehemaliges Verlagsgebäude Südkurier), 16:50 Uhr
Ralph-Raymond Braun (ver.di) berichtet, wie es um die Pressefreiheit steht, wie Social Media die Welt beeinflussen und welche Gefahren für die Demokratie von Fake News ausgehen.
Station 8: Theater Konstanz, Konzilstraße 11 (Eingang Richtung Münsterplatz), 17:15 Uhr
Das Theater Konstanz liest aus den Flugblättern, die von der Widerstandsgruppe Weiße Rose in den Jahren 1942/43 geschrieben und verteilt wurden.
Station 9: Amtsgericht, Rheingasse 20, 17:35 Uhr
Die Regionalgruppe Bodensee des Deutschen Juristinnenbundes (djb) e. V. diskutiert hier die Ausprägungen antidemokratischer Strömungen als Gefahr für Frauen*rechte.
Station 10: Haus „Zum Blaufuß“, Inselgasse 15, 17:50 Uhr
Am ehemaligen Wohnhaus von Georg Elser erzählt Historiker Hans-Peter Metzger von Elsers mutigem Widerstand gegen das NS-Regime und seinem Anschlag auf Adolf Hitler.
Das gesamte Programm auch hier: https://konstanz-fuer-demokratie.de/die-lange-nacht-der-demokratie-2026/



